Tine Nowak

tine_nowakDie Podcasterin und Bloggerin Tine Nowak untersucht bevorzugt die Schnittstellen zwischen den klassischen menschlichen Kulturtechniken und den digitalen Erweiterungen unserer Hirne. In ihren Gesprächen für den Podcast „Kutlurkapital“ geht es immer auch darum, Bildungsprozesse in den Blick zu nehmen. Kein Wunder: Mit ihrem Magister in Kunstpädagogik, Kulturanthropologie und Kunstgeschichte verknüpfte sie bereits Bildung, Kultur und Kunst miteinander und das hört man auch, man merkt beim Lauschen, dass eine tiefe Basis gelegt ist.

Da ist zum Beispiel das Gespräch mit Angelika Baranek: Während viele noch in dem Glauben leben, Computerspiele seien weder für das Gehirn, noch für die sozialen Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen sonderlich gut, erklären Tine Nowak und Angelika Baranek, wie man verantwortungsbewusst und sinnvoll Computerspiele nutzen kann, um Jugendarbeit zu gestalten. Dabei machen sie es sich nicht leicht: Sie behandeln offen die auftretenden möglichen Probleme von Gewalt, Antizionismus und leicht bekleideten Frauenfiguren und zeigen Wege, mit solchen und anderen Problemen (Paid Content; FSK) umzugehen. Die Jugendlichen ernst nehmen und den Problemen nicht aus dem Weg gehen, sondern auftretende Konflikte als Chance nutzen – so könnte man vielleicht zusammenfassen, was als Grundlage für die Jugendarbeit mit Computerspielen dient.

BIldungsprozesse und Lernen sind ein immer wiederkehrendes Motiv in den Episoden des „Kulturkapitals“. Ob es eine Befassung mit dem Phänomen Sketchnotes ist, die heutzutage eines der beliebtesten Instrumente geworden sind, um komplexe Debatten und Vorträge visuell festzuhalten und die eine ganze Community um sich scharen; ob es die Idee der Verbesserung des Menschen und seines Gehirns ist, wie sie die „Human Enhancement“-Bewegung vorantreiben möchte. Tine diskutiert die Themen mit Expert_innen entlang des aktuellen Wissenstandes und ohne ideologische Scheuklappen, jedoch stets mit einem kritischen Blick, die konfliktreichen Fragen nie auslassend. Braucht es eine Pädagogik des Transhumanismus? Und wenn ja: Wie entwirft man die? Man merkt schnell: Wer gerne über die Zukunft des menschlichen Lernens, der Bildung und der Kunst im digitalen Gestaltungsraum nachdenkt, ist hier goldrichtig.

 

Alexandra Tobor

IMG_5465Eine kleine Anekdote aus der eigenen Kindheit oder Jugend, etwa das verstaubte Bild an den Wänden des Opas in Polen oder Erinnerungen an die „inkontinente Teenie-Zeit“, dient stets als Köder zum Einstieg in den Podcast „In trockenen Büchern“ von Alexandra Tobor. Hier bespricht die Autorin von „Sitzen vier Polen im Auto“ gerade jene Bücher, die vielen von uns wegen ihrer abschreckenden Trockenheit unzugänglich blieben, gäbe es da nicht dieses Sachbuch-Trüffelschein, auf twitter auch bekannt als @silenttiffy.

Die trockenen Bücher werden lebendig, wenn Alexandra Tobor anfängt, die Thesen und Analysen mit dem eigenen Empfinden und Erleben abzugleichen. Der Begriff „Heimat“ etwa war ihr eigentlich ein Gräuel. Aber die Diskrepanz zwischen dem Heimatbegriff ihres Opas und der Maßregelung durch einen Antideutschen 15 Jahre später ist schlicht zu spannend und ein interessantes Buch hat sie auch wieder in die Finger bekommen! Also legt sie los und trägt Schicht für Schicht des Klischees „Alte-Leute-Begriff“ ab, um am Ende zu einer Perspektive auf „Heimat“ zu finden, die zwischen Marketing und „Wir-Gefühl“ eine große Welt der Emotionen beherbergt.

Wie entstehen Krisen der Männlichkeit? Diese Frage steht im Zentrum ihrer Besprechung des Jahrbuchs des deutschen Polen-Instituts Darmstadt zum Thema „Männer“. „Wenn du nicht lernst, ordentlich Kartoffeln zu schälen, kriegst du keinen Mann“, hatte ihre Mutter ihr einmal erklärt und auf den polnischen Mann könnte das zutreffen. Dann aber hatte Alexandra Tobor in Deutschland nur mit Männern zu tun, die kochen konnten und das auch noch gerne taten. Dass Mannsein ein Ding ist, das auch mit dem Wohlstandslevel eines Landes zu tun hat, mit der Höhe der Mieten zusammenhängt, ist nur eine der Erkenntnisse, die sich beim Zuhören dieses Podcasts im Hirn verfangen.

Besonders schön ist, dass Alexandra Tobor es sich nie einfach macht. Schon die Auswahl der Bücher ist oft ungewöhnlich und gern ein bisschen gegen die momentanen Vorlieben des Buchmarkt-Mainstreams gebürstet. Spannend ist vor allem die aktive und sehr transparente Selbstreflexion während der Besprechungen, in der nicht selten ihr eigener früherer Glaube oder eine frühere Überzeugung eingestanden und überwunden werden. Selbstironisch, offen und bisweilen schamlos spricht hier eine Stimme, der zu lauschen auch noch unglaublich angenehm und beruhigend ist, in kurzweiligen 20 bis 30 Minuten über scheinbar Nebensächliches, Altbekanntes und Absurdes.

Outerspace Girl

Robot in a boxDieses Blog heißt „Robot in a box“ und seine Autorin nennt sich Outerspace Girl. Der Name kommt vom englischen Begriff „outerspace syndrom“. Sie ist Autistin. Wer jetzt gleich denkt: „Aha, und was heißt das jetzt genau?“, lernt eine ganze Menge im Text „10 Dinge, die man nicht zu Autisten sagen sollte“. Ich wette, wenigstens einen Fakt von dort wusstet ihr noch nicht.

Überhaupt öffnet das Outerspace Girl sehr gastfreundlich die Türen zu ihrer Welt. Als Leserin fühlt man sich gleich, wie auf einen Tee und ein langes Gespräch eingeladen. Zum Beispiel darüber, dass Bücherlesen manchmal ziemlich gefährlich sein kann, nämlich dann, wenn es den persönlichen Männergeschmack mitbestimmen will. Oder eine Erzählung davon, wie sich Autismus im Alltag zeigt und zum Beispiel einen Arztbesuch zu einer echten Herausforderung machen kann, weil Autismus mit Nichtangefasstwerdenwollen übersetzt wird.

Das Outerspace Girl hat allein schon deshalb eine Tonne Respekt verdient, weil sie sich zum Beispiel überwindet, trotz dem Bedürfnis, sich vor Nervosität zu übergeben, mit Radio Fritz über ihren Autismus und ihr Blog zu sprechen. Im Interview erzählt sie über ihre Leidenschaft für Worte, die man auch jedem einzelnen ihrer Einträge anmerkt. Und auch ein Video zeigt noch mal sehr schön, worum es Outerspace Girl geht:

Vor allem aber das Lesen selbst bringt einem dem Weltraummädchen näher. Und all ihre Gedanken und Geschichten formuliert sie so beeindruckend präzise, so schön und unterhaltsam, dass man sowieso nicht mehr aufhören kann, in ihrem Blog zu schmökern.

Teresa Bücker

Bildschirmfoto 2014-11-27 um 11.24.39Teresa Bücker aka Fräulein Tessa jemandem empfehlen zu wollen, ist ungefähr so wie zu sagen: „Morgens geht die Sonne auf und wenn sie scheint, ist es warm“ – das Gegenüber wird immer nur antworten: „Hä? Klar, weiß ich doch. Erzähl mir was Neues“.

Aber trotzdem und überhaupt: Fräulein Tessa hat die weibliche, die feministische und auch die allgemeine Blogosphäre so geprägt wie keine zweite. Sie schreibt (nicht nur) auf „Flannel Apparel“ lange, kluge Essays und wohldosiert wütende Kommentare zur aktuellen Politik. Sie geht mit ihren Gedanken um diese Blogosphäre auch offline, um zum Beispiel auf der Re:publica, aber auch auf ungezählt vielen anderen Konferenzen zu sprechen. Gerade erst hat sie sich außerdem stark in die Debatte um Social Freezing eingemischt und so den Positionen der immergleichen älteren Kommentatoren eine junge Stimme entgegengesetzt.

Gerade ist Teresa in Mutterschutz gegangen, sie erwartet ihr erstes Kind – auf dem Blog begleitet durch Texte zur Schwangerschaft, Hebammen, Sozialpolitik. „Flannel Apparel“ ist immer autobiografisch, aber immer auch viel mehr als das, und genau das macht dieses Blog auch so groß und beliebt: dass man dort den Zustand einer Generation, einer Gesellschaft oder auch sozialer Bewegungen ablesen kann. So hielt sie beispielsweise auf der diesjährigen Re:publica einen Vortrag über „Activist Burnout“ und sprach damit vielen Akteuren neuerer sozialer Initiativen – vor allem auch vielen Netzfeministinnen – aus der Seele:

Und nicht zuletzt inspiriert sie sicherlich viele junge Frauen und Männer, die beim Bloggen anfangen, aber dort nicht aufhören wollen, sondern gern ihre Leidenschaft mit ins Berufsleben nehmen wollen: Teresa hat die Online-Strategie des Freitags mitentwickelt und war Community-Managerin der Wochenzeitung, sie hat der SPD-Spitze das Twittern beigebracht und ist zuletzt als Redaktionsleiterin mit dem Start-up Edition F online gegangen. Aber wem erzähl ich das, wisst ihr ja wahrscheinlich alles eh schon.

Trotzdem.

Laura Gehlhaar

Frau Gehlhaar hat einen Rollstuhl und ihr alle könnt viel bei ihr lernen. Ihr könnt lernen, dass Inklusion vielleicht in aller Munde sein mag, dass es mit der Praxis aber nicht immer weit gediehen ist und vor allem, dass Inklusion zuallererst im Kopf beginnt. Ihr könnt lernen, warum das Konzept hinter der ARD-Toleranzwoche gut gemeint, aber sehr schlecht gemacht ist, denn die Botschaften, die erneut aufgerufen werden, sind erniedrigend und unnötig. Und ihr könnt anfangen zu lernen, wie man blöde Situationen zwischen Behinderten und Nichtbehinderten vermeiden oder wenigstens besser meistern kann. Mit einer sehr klaren Haltung, mit Beharrlichkeit und Gefühl wird man in diesem Blog an die Hand genommen.

„Meine Mutter hat mich so erzogen, wie alle guten Mütter ihre Kinder erziehen: Zu einem eigenständigen Menschen. Das ist auch der Grund, warum ich mich gleichauf mit allen anderen sehe und überhaupt erst ein Bewusstsein für Gleichberechtigung entwickeln konnte.“

Als ich den Text „Herzensbruch“ zum ersten Mal in Laura Gehlhaars Blog las, kamen mir die Tränen. Er ist der vielleicht eindrücklichste Text in ihrem Blog, denn er zeigt genau jene Gefühle, Ängste und Schmerzen, die wir alle in Zeiten von Liebeskummer kennen und fühlen. Laura Gehlhaar fühlt, denkt und liebt wie du und ich. That is all the news! Ihre Liebesgeschichte mit „Ben“ basiert auf einer Akzeptanz, die grundlegend und irgendwie unkompliziert ist. Auch wenn es nicht im Happy End aufging.

„Ich erkannte, dass Bens Entscheidung, mich nicht mehr zu lieben, seine eigene war und nichts mit mir oder meiner Behinderung zu tun hatte.“

„Über das Großstadtleben und das Rollstuhlfahren“. Manchmal schaffen es die Klappentexte von Büchern nicht gut, zu beschreiben und zu zeigen, was für einen tollen Inhalt man beim Lesen erwarten darf. Der Untertitel im Blog Laura Gehlhaars klingt auch zunächst nicht sehr spektakulär. Dabei ist ihres eines der lehrreichsten und bewegensten Blogs in der Featurette!

Hans-Georg Nelles

P1020786-gr-221x300Uh! Ein Mann!

Unser Blog der Woche ist das Väterblog von Hans-Georg Nelles. Wir haben uns von Anfang an dazu entschlossen, im Bloggerinnen-Magazin auch jene Männer mit an Bord haben zu wollen, die genauso an der Gleichberechtigung der Geschlechter bauen, wie wir. In unserer Gesellschaft wird oft noch so geredet und so getan, als sei Vereinbarkeit eine Sache, die nur für Frauen wichtig sei. Das zementiert die Verantwortung für Kinder, Pflege, Familie und Soziales bei der Frau. Die alten getrennten Rollen bleiben damit manifest und man rüttelt nur wenig an der Tradition.

Rütteln aber, das ist das Anliegen des Väterblogs, in dem Hans-Georg Nelles für eine moderne Männerrolle, eine aktive Vaterschaft und auch ein neues Arbeitsleben eintritt. Hier fragt der Autor immer wieder nach den Möglichkeiten, anders zu leben, anders zu arbeiten und als Mann mehr von dem zu haben, was traditionell „Frauensache“ war. Im Blog findet sich eine feine Mischung aus Best Practice und Zukunftsvisionen.

„Der Väterblog ist ein privates Projekt, mit der ich die gesellschaftliche Diskussion zum Thema Väter, Vaterschaft und Männlichkeit dokumentieren und Männer, sei es als Väter oder Verantwortliche in Unternehmen, ermutigen möchte, ihre Wünsche und Vorstellungen von einem ‘guten Leben’ auch umzusetzen.“

Im Väterblog werden stets aktuelle Studien, Befragungen, Medien-Berichte und Aktionen aufgegriffen, die sich rund am das Thema Vaterschaft drehen. Wie sehen
Europäische Kinderbetreuungskulturen im Vergleich aus? Wie geht das, Wenn Männer pflegen? Gibt es Bewegung im Geschlechterverhältnis?

Dieses Blog ist ein wertvoller Anlaufpunkt für alle, die wie wir daran glauben, dass eine geschlechtergerechte Gesellschaft nicht von den Feministinnen allein geschaffen werden kann. Sondern dass es immer dann am besten geht, wenn Männer und Frauen an einem Strang ziehen.

Mareice Kaiser

Gerade ist die erste kleine Kaiserin im Reich drei Jahre alt geworden. Mama Mareice und Autorin des Kaiserinnenreich-Blogs hat ihr einen wunderschönen Blogeintrag gewidmet, der mit den Worten beginnt:

Meine liebe kleine große Tochter,
heute feiern wir Deinen 3. Geburtstag. Deine kleine Schwester, die jeden morgen als erstes Deinen Namen ruft. Dein Papa, der Dich seit Deiner ersten Sekunde auf der Welt bedingungslos liebt. Und ich, Deine Mama, die sich erstmal an ihre superspezialbesondere und behinderte Tochter gewöhnen musste (…)

Mareice Kaiser schreibt in ihrem Blog über ihr Leben mit zwei Töchtern, die ältere von ihnen hat den Chromosomenfehler 8q12-q21.1, was dazu führt, dass die Familie viel Zeit im Krankenhaus verbringt, immer wieder um die Tochter bangt und sie nichts für selbstverständlich nehmen lässt.

Schon nach wenigen Texten fühlt man sich Familie Kaiser sehr nah, denn Mareice schreibt offen und nachdenklich über ihren Alltag. Sie macht sich Gedanken um die Inklusionsdebatte, um Pränataldiagnostik, über Mütter, die Superheldinnen des Alltags oder auch über Kinder, Körper, Kommentare.

Dies ist ein Mama-Blog, aber eines, das sowohl Familien mit „superspezialbesonderen“ (was für ein tolles Wort) Kindern verbindet als auch anderen Familien einen Einblick in das Leben mit einem behinderten Familienmitglied gibt. Das Blog selbst ist superspezialbesonders, weil es es schafft, nicht nur warm und lustig zu sein, sondern gleichzeitig politisch und stark und nachdenklich und schlau.

Katharina Nocun

kattaschaDigitale Grundrechte einklagen – kaum eine kann das besser, als die Bloggerin und Netzaktivistin Katharina Nocun, auch bekannt als @Kattascha. 2013 war die junge Metaversumsbewohnerin kurzzeitig Geschäftsführerin der Piratenpartei Deutschland und machte danach lieber bei campact weiter. Dort, auf twitter und natürlich in ihrem Blog wirbelt sie gehörig, um zivilen Widerstand gegen die skandalösen Zustände in Sachen digitaler Bürgerrechte zu organisieren. Und darüber aufzuklären, was oft vor der Öffentlichkeit verheimlicht werden soll. Gerade in Zusammenhang mit den Enthüllungen um die massive Überwachung durch die NSA und die Five Eyes Geheimdienste wird sie nicht müde, der Politik unangenehme Fragen zu stellen, wie zuletzt auch dem früheren Kanzleramtschef Frank-Walter Steinmeier:

Was hat Steinmeier jemals für den NSA-Untersuchungsausschuss getan? Was für Konsequenzen werden aus Eikonal gezogen? Ist ein Außenminister, der die Daten von Millionen Bürgern zum Freiwild für US-Geheimdienste erklärt überhaupt noch tragbar?

Wie hat die Telekom der NSA dabei geholfen, Bundesbürger abzuschnorcheln? Was ist das eigentlich: Diese Freiheit, die es angeblich zu verteidigen gilt, wenn biometrische Daten von allen Menschen erfasst werden und was ist das für ein Bild vom Bürger, das die Politik hegt? Und auch über das Phänomen „Fernsehen“ im Vergleich zu den Möglichkeiten digitalen Filme- und Video-Konsums macht sie sich ernsthaft Gedanken, denn immerhin zahlt sie dafür GEZ, aber wofür jetzt nochmal genau? Während Youtube, Netflix und andere Plattformen Zeitsouveränität und eine große Vielfalt böten, empfindet Katharina das gute alte Fernsehen als

„bevormundend. Ich will selbst entscheiden, ob mir gerade nach Doku oder Verdummung, Gehirnfick oder Nachrichten ist.“

Verständlich. Wie eigentlich alles in diesem hochinformativen, kritischen und nachdenklichem Blog. Denn hier werden Vorgänge, die undurchsichtig oder unverständlich wirken, unkompliziert und gut verständlich aufgearbeitet. Hier werden die richtigen Fragen gestellt: An das was war und einer Aufarbeitung bedarf, an das was ist und verschleiert werden soll und nicht zuletzt an die Zukunft, die vor uns allen und auch unseren Kindern liegt.

Zauberponys für alle

Zauberponys

Wir leben in sehr schweren Zeiten: Der IS macht sich im Nahen und Mittleren Osten breit und tyrannisiert Menschen. In der Ukraine flammt ein Konflikt auf, von dem alle dachten, er wäre eigentlich schon vor 25 Jahren beigelegt worden. Was liegt da näher, als sich seiner Misanthropie, dem Verzagen an der Welt und dem Rückzug ins Private hinzugeben?! – Nun, wie wäre es mit Blödsinn? Mit Witz, Humor und ein bisschen Quatsch? In der Featurette übernehmen diesen Part die außerordentlich heiteren und immer wieder verblüffenden Zauberponys. Sie machen aus Alltag und Weltgeschehen ein buntes Potpourri und jede Menge Fisimatenten, die man so selten gesehen hat! Das Blog ist *die* Rettung für jeden Montagmorgen.

Da ist die regelmäßige Besprechung einer Randzeitschrift, einer Zeitschrift vom Rand der Gesellschaft, aus jenen dunklen Winkeln, die wir in unserer Mainstream-Medien-Filterblase nicht einmal im Traum erdenken könnten, wie etwa die „Bayerische Blasmusik“ oder „Leinen Los!“, das Magazin des größten Deutschen maritimen Interessenverbandes! Doch mit Zeitschriftenrezensionen ist es nicht getan! Die Zauberponys sind DIE Innovative Kraft in Deutschland! Anfang September, als Apple seine neue iWatch vorstellte, da stellten die Zauberponys eine ganz *eigene* Reihe smarter Helfer für die Handgelenke vor und uns alles ist wohl klar, dass Apple nun einpacken kann. Der Handgelenkstaschenrechner ist schlicht der Renner bei jedem Aldi-Einkauf.

Und sonst so? – Manchmal muss man nur eine Zunge an eine Brezel legen, und sie lächszt. Manchmal muss man ein paar Augen und Flossen hinmalen. Und manchmal ein paar „no“s, schon ist man zurückgebeamt in die Neunziger. „Den Assoziationen freien Lauf!“ – das ist vielleicht das Motto dieser coolen Truppe. Also: Los – hinjesurft und einfach mal jeschmunzelt, ihr Miesepetras!